Taxi, Restaurant, Hotel, Friseur: Wie viel Trinkgeld für wen?

„Der Geiz ist eine der unedelsten, schändlichsten Leidenschaften“, formulierte Adolf Freiherr Knigge vor mehr als 200 Jahren. Auch wenn der Freiherr eher auf den richtigen Umgang mit dem Gelde abzielte, so erscheint allerlei Gebaren im hiesigen Geschäftsleben als geizig. Wichtig ist daher, in Ländern wie Spanien oder Italien bei Geschäftsessen Rechnungen nicht akkurat zu teilen, sondern komplett zu übernehmen. Besonders ausländische Geschäftspartner sind immer wie-der irritiert, wie Deutsche im Restaurant bezahlen. Anderswo lautet die Regel: Heute zahle ich, morgen du. Die Angst, für andere zu viel zu bezahlen, ist völlig unbegründet. Auch beim Trinkgeld sollte man im Geschäftsleben nicht sparen. In Ländern wie den USA ist das Trinkgeld beim Servicepersonal fester Bestandteil des Einkommens. Entsprechend ist es nicht korrekt, kein Trinkgeld zu geben. Je nach Land werden bei Taxifahrten, Restaurantbesuchen oder Hotelaufenthalten 8 bis 15 Prozent Trinkgeld. Auch in Deutschland gehört das Aufrunden nach dem Essen dazu.

 

Einladen und eingeladen werden

In vielen anderen Ländern und auch in Deutschland war es lange Zeit Usus, dass der Gastgeber nach dem Dessert zum Kellner gegangen ist und die Rechnung einfach beglichen hat – inklusive Trinkgeld. Wer als Gastgeber auftritt, übernimmt die Rechnung für den kompletten Tisch. Die Endsumme wird dabei nicht thematisiert.

Wenn Sie mit Kollegen unterwegs sind, können Sie die Rechnung wie gewohnt teilen. Die meisten Häuser haben sich darauf eingestellt und rechnen getrennt ab. Aber schön ist das getrennte Zahlen deswegen noch lange nicht. Etwas besser ist es, wenn einer die Rechnung übernimmt und man die Rechnung anschließend teilt. Eine andere Variante ist es, zusammenzulegen. Dafür legt jeder seinen Teil (inklusive Trinkgeld) in die Mitte.

Höhe des Trinkgeldes hängt nicht von der Schluss-Summe ab!

Zum Thema Trinkgeldhöhe: Usus sind in Deutschland zwischen 5 und 10 Prozent – je nach Summe. Wer sich ein Abendessen für 321 Euro leisten kann, rundet also nicht auf 325 auf, sondern bessern auf 330 bis 325. Beim Hotel reichen an der Schlussrechnung 5 Prozent, worüber sich das Personal sehr freut. Kurzum: Trinkgeld ist kein Nice-to-have, sondern gehört in Deutschland auch in Zeiten des Mindestlohns noch zum guten Ton.

Da immer öfter bargeldlos bezahlt wird, stellt sich die Frage, wie hier vorzugehen ist. Ganz einfach. Entweder man gibt das Tringeld in bar – oder man schlägt den Tip auf die Rechnung und begleicht es mit Karte oder beim Bezahlen mit Handy.

Achtung: Geiz bezieht sich im Berufsleben nicht nur aufs Thema Geld, sondern ebenso auf den Umgang mit Informationen oder Wissen. Seien Sie hier weder sparsam noch geizig. Wer Wissen und Informationen teilt, erreicht mehr für sich und sein Team.

 

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